Das Forstamt hat sich entschieden, große

Altholzflächen keiner Nutzung zu unterwerfen um

den natürlichen Waldkreislauf beobachten zu

können.

Bestimmte Gebiete sind heute seit über 40

Jahren ohne nenneswerte menschliche Einflüsse. 

Die Umsetzung des Forstkonzeptes auch unter

Beachtung der Anforderungen des Naturschutzes

bedeutet den Verzicht auf große Mengen wertvollen

Holzes und der Einleitung kostenaufwändiger

Maßnahmen (Zäune, Pflanzung u.s.w.)

Zur Erhaltung des Waldes unter Wisenteinfluss machen sich verschiedene forstliche Maßnahmen notwendig. Da der Wald zu großen Teilen künstlich begründet ist, sind noch Arbeiten notwendig, um den naturnahen Waldzustand zu erreichen.

Das Vorkommen der Wisente bedingt geradezu die helfende Hand.

Bereits vor mehr als 60 Jahren haben Forstleute auf 60 ha mit der Begründung von Buchenvoranbauten das Ziel verfolgt, hier wieder die natürliche Waldgesellschaft zu etablieren - eine für damalige Verhältnisse großartige und weitsichtige Leistung!

Dieses Erbe gilt es heute zu nutzen und im Kompromiss mit dem Wisentbestand weiter zu verfolgen.

Einige Buchenvoranbauten sind so geschädigt, dass diese nun mit der Traubeneiche ersetzt werden sollen. Hierzu werden Gatterungen von zwanzigjähriger Dauer notwendig. Aber auch die Untersuchung und Beobachtung der forstlich nicht behandelten Waldbestände unter dem Einfluss der Wisente und der anderen Wildarten bilden einen wichtigen Aspekt im Forstkonzept.

In jeder Hinsicht ist langfristiges Denken und Handeln oberstes Gebot.

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© by Viola Härtelt